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Der Paritätische im Kreis Mettmann


Aktuelles aus dem Kreis Mettmann

WIR SIND UMGEZOGEN

Wir sind nun in der Mühlenstr. 15, am Jubiläumsplatz, in 40822 Mettmann barrierefrei erreichbar!
Die Kommunikationsdaten bleiben identisch.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Pressemitteilung:

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Liga der Wohlfahrtsverbände im Kreis Mettmann

Fördermittel für Hartz-IV-Beziehende werden zum Notgroschen der Jobcenter

Dezember 2016 / Der aktuelle Arbeitslosenreport NRW der Freien Wohlfahrtspflege NRW kritisiert den radikalen Rotstift bei den Eingliederungsleistungen für Hartz-IV-Beziehende durch die Bundesregierung in den letzten Jahren. Zudem kommt von dem Wenigen, was geblieben ist, nicht alles direkt bei den Hilfebedürftigen an. Der landesweite Trend bildet sich auch in Kreis Mettmann ab.

Leistungen zur Eingliederung in Arbeit sind Mittel, die zur Förderung der erwerbsfähigen Leistungsempfänger im SGB II (= Hartz-IV-Beziehende) mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen vorgesehen sind. Das Budget für diese Leistungen wurde durch die Bundesregierung in den letzten Jahren radikal zusammengestrichen.

Standen für die arbeitsmarktpolitische Förderung von Hartz-IV-Beziehende 2010 noch 1,47 Mrd. Euro zur Verfügung, waren es 2013 nur noch 850 Millionen Euro. Von dieser Talfahrt hat sich der Eingliederungstitel trotz geringfügiger Budgeterhöhungen in 2014 und 2015 nie wieder erholt. Insgesamt sind in Folge dieser bundespolitischen Weichenstellung die Ausgaben für Leistungen zur Eingliederung in Arbeit in NRW von 2010 bis 2015 um 35 Prozent zurückgefahren worden. Auch in Kreis Mettmann ist in diesem Zeitraum ein Rückgang von 31 Prozent zu verzeichnen. „Wenn wir verhindern wollen, dass erwerbsfähige Hartz-IV-Beziehende in Kreis Mettmann dauerhaft von der Gesellschaft abgehängt werden, müssen die Mittel zur Eingliederung in Arbeit im SGB II wieder deutlich angehoben werden“ kritisiert Rainer Bannert, Sprecher der Liga der Wohlfahrtsverbände im Kreis Mettmann.
 
Zusätzlich verschärft wird die Unterfinanzierung von arbeitsmarktpolitischen Förderangeboten für Hartz-IV-Beziehende durch den Bund dadurch, dass von den bereits reduzierten Mitteln immer weniger für den eigentlich vorgesehenen Zweck eingesetzt werden. Die Jobcenter stopfen seit Jahren Löcher in ihrem Verwaltungsetat mit Geld, das ursprünglich für Leistungen zur Eingliederung in Arbeit vorgesehen war. Auch ihr durch den Bund finanzierter Etat wurde in den vergangenen Jahren nicht an die Lohn- und Preisentwicklung angepasst. 2015 erreichte diese Umschichtung zwischen den Budgets in NRW einen erneuten Höchstwert: Mit rund 155 Millionen Euro verwendeten die Jobcenter 16 Prozent des Eingliederungsetats für andere Zwecke, z. B. ihre eigenen Personal- und Sachkosten. Von den 950 Millionen Euro, die für Leistungen zur Eingliederung in Arbeit zur Verfügung standen, wurden 2015 tatsächlich nur 795 Millionen auch dafür genutzt.

Auch im Kreis Mettmann verzeichnen wir diese Umschichtungen. 22 Prozent der Leistungen, die eigentlich für die Eingliederung in Arbeit vorgesehen sind, werden für Verwaltungszwecke zweckentfremdet. „Diese Praxis muss ein Ende haben. Sie ist zwar legal, aber nicht legitim. Wir fordern stattdessen für die Jobcenter eine eigenständige, transparente und faire Erhöhung der Verwaltungsbudgets anstatt der aktuell ausufernden Umschichtungspraxis“, so Rainer Bannert.

Bei der Entscheidung ob und wieviel Eingliederungsmittel die Jobcenter umschichten, gibt es regionale Spielräume, die sehr unterschiedlich genutzt werden. So gibt es in NRW neben Jobcentern, die mehr als ein Drittel ihrer Eingliederungsmittel in den Verwaltungsetat umschichten, immerhin auch ein Jobcenter, das 2015 sogar ein Prozent des Verwaltungsetats dem Eingliederungsetat zuführte (Wuppertal: 1 Prozent). „Da stellt sich für uns die Frage in Kreis Mettmann, wie machen die das in Wuppertal und warum geht das bei uns nicht“, so Rainer Bannert, Sprecher der Liga.

Im landesweiten Arbeitslosenreport wird die Tatsache der drastischen Reduzierung der Eingliederungsmittel in Verbindung mit der Entwicklung der Aktivierungsquote gesehen. Nur jeder zwölfte Hartz-IV-Beziehende (8,3 Prozent) im erwerbsfähigen Alter wurde lt. Aktivierungsquote der Bundesagentur für Arbeit im Durchschnitt des Jahres 2015 mit einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme gefördert. 2012 lag die Quote noch bei 8,5 Prozent, 2011 sogar bei 10,2 Prozent.

Auch im Kreis Mettmann lag die Quote 2012 noch bei 10,8 Prozent, 2015 hingegen nur noch bei 5,4 Prozent. Leuchtendes Beispiel ist auch hier Wuppertal. Hier konnte der Anteil auf fast gleich hohem Niveau gehalten werden. „Diese Entwicklung in Kreis Mettmann sehen wir nicht als Konsequenz sinkender Arbeitslosen- und Hilfeempfängerzahlen, sondern als Folge der Sparmaßnahmen in der Arbeitsmarktpolitik und der zunehmenden Umschichtung der Mittel für aktive Arbeitsmarktförderung in das Verwaltungsbudget des Jobcenters“, so Rainer Bannert, Sprecher der Liga der Wohlfahrtsverbände im Kreis Mettmann.


Pressemeldung

Rechte von Eltern in türkischer Sprache erklärt

Der Paritätische veröffentlicht türkischsprachige Broschüre

Seit Anfang 2016 gibt es sie auf Deutsch, nun erscheint die türkische Version – die Broschüre „Elternrechte bei Hilfe zur Erziehung“ des Paritätischen NRW klärt auf: Was für Leistungen der Erziehungshilfe gibt es? Welche Hilfen stehen mir zu? Welche Rolle spielt das Jugendamt? Wo kann ich mitentscheiden? In einfachen Worten beschreibt die Broschüre, wie der Kontakt zu freien Trägern der Jugendhilfe und dem Jugendamt ablaufen kann und räumt so Bedenken vor dem Erstkontakt aus dem Weg – das alles nun auch in türkischer Sprache.

„Menschen, deren Muttersprache Türkisch ist, bilden in Deutschland die mit Abstand größte fremdsprachige Community“, erklärt Ute Feldbrügge, die Geschäftsführerin des Paritätischen in Mettmann. Aus diesem Grund hat sich der Paritätische NRW entschieden, die Handreichung übersetzen zu lassen. Denn Informationen zu rechtlichen Fragen sind oft kompliziert. Eltern, die einen Text in ihrer Muttersprache lesen können, haben bessere Chancen, ihre Rechte und Pflichten zu verstehen. Das kommt den Kindern zu Gute.
Die Broschüre „Elternrechte bei Hilfe zur Erziehung“ kann gegen Erstattung des Portos per E-Mail bestellt werden. Ab einer Bestellmenge von zehn Stück wird zusätzlich eine Schutzgebühr von 1,50 Euro je Broschüre erhoben. Bestellungen können an die Kreisgruppe in Mettmann erfolgen.mettmann@paritaet-nrw.org

Die Broschüre steht außerdem sowohl auf Deutsch als auch auf Türkisch als kostenlose barrierefreie PDF-Datei zur Verfügung:

https://www.paritaet-nrw.org/rat-und-tat/veroeffentlichungen/broschueren/

Der Paritätische in Mettmann ist der Dachverband für gemeinnützige Organisationen.
Diese halten mit ihren Angeboten, Diensten und über 130 Einrichtungen vielfältige soziale Hilfen für die Menschen im Kreisgebiet bereit.


Internetseite Selbsthilfe-Kontaktstelle nun online!

Der Paritätische übernimmt die Selbsthilfekontaktstelle zum 01.01.2017 vom Kreis Mettmann. Er hat die Menschen hier bei uns seit August 2000 fachlich begleitet und ihnen dabei geholfen, die für sie richtige Selbsthilfegruppe zu finden.
„Ich freu mich sehr, dass wir die Selbsthilfekontaktstelle übernehmen“, sagt Ute Feldbrügge, die Geschäftsführerin des Paritätischen Kreis Mettmann. „Es ist eine Arbeit, die uns sehr am Herzen liegt“.
Neuland ist die Selbsthilfe für den Paritätischen nicht. In NRW verantwortet er bereits die Arbeit von 25 Selbsthilfe-Kontaktstellen und 13 Selbsthilfe-Büros.
Die Menschen im Kreis Mettmann treffen hier auf ein engagiertes Team, das ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Das Team der Kontaktstelle hat sich beim Paritätischen vergrößert und ist umgezogen. Sie ist nicht mehr in der Kreisverwaltung anzutreffen, sondern ab Januar 2017 auf der Mühlenstraße 15 in Mettmann. Es ändern sich auch die Öffnungszeiten:

Weitere Infos unter

selbsthilfe-mettmann.de


Claudia Haag-Porysiak ist „Die Neue“ im Vorstand des Paritätischen Kreis Mettmann

Mettmann, 25.10.2016 „Es ist so wichtig, dass Menschen, egal wo sie herkommen, in die Gesellschaft integriert werden. Und dafür setze ich mich ein.“ Wenn Claudia Haag-Porysiak das sagt, hört man die Leidenschaft aus jedem ihrer Worte heraus.
Die 39-Jährige ist die Geschäftsführerin des beratungsCentrums Monheim, einem der vielen Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Kreis Mettmann. Und diesen unterstützt sie ab sofort im Vorstand. Haag-Porysiak wurde bei der letzten Mitgliederversammlung des Paritätischen einstimmig ins Amt gewählt.

„Ich freue mich wirklich sehr über die Wahl“, sagt die Mutter einer vierjährigen Tochter. „Es ist wichtig, dass wir mit unseren Mitgliedsorganisationen Hand in Hand arbeiten. Und dass das sehr gut klappt, das weiß ich von meiner Arbeit im Monheimer beratungsCentrum. Mir ist es wichtig, dass wir uns alle vernetzen und gemeinsam für unsere Projekte eintreten“, sagt Claudia Haag-Porysiak. „Gemeinsam erreichen wir viel.“ Die 39-Jährige arbeitet seit dem Jahr 2002 im Monheimer beratungsCentrum. Dass sie ihr Weg in das Centrum führte, war „eher zufällig“, erzählt sie lachend. „Als ich damals ins beratungsCentrum kam, wollte ich eigentlich nur mal "aushelfen". Dann kam aber alles anders als geplant und jetzt bin ich immer noch hier.“
2011 übernahm sie die Geschäftsführung. „Ich habe hier einfach meinen Platz gefunden“, sagt Haag-Porysiak. Gemeinsam mit ihren Kollegen geht es bei der Arbeit im Monheimer beratungsCentrum um die psychologische und soziale Beratung, um die Planung, Förderung und Durchführung von Bildungs- und Beschäftigungsprojekten. Es geht darum, die Menschen vor Ort fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Darum, dass behinderte Menschen und Flüchtlinge Teil unserer Gesellschaft werden.

In den Vorstand des Paritätischen Kreis Mettmann wurde Claudia Haag-Porysiak für vier Jahre gewählt. Zusammen mit Haag-Porysiak besteht der Vorstand des Paritätischen Kreis Mettmann aus: Anne Sprenger, Geschäftsführerin des Verbunds für psychosoziale Dienstleistungen gGmbH in Langenfeld; Bekir Arslan, Vorsitzender von „Hand in Hand e.V.“ in Hilden; Willem Wisselink, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Sozialpsychiatrischen Gesellschaft Niederberg mbH in Velbert; Manfred Krick, MdB; Bodo Seume, Geschäftsführung Freizeitgemeinschaft Behinderte und Nichtbehinderte e.V. Hilden und Knut Bruckmann, Geschäftsführung Bildungszentrum Velbert e.V..



Welttag der sozialen Gerechtigkeit

Logo Bündnis Umverteilen. T wie eine Wippe dargestellt.

Anlässlich des Welttags der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar 2017 fordert das Bündnis „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle“ eine steuerpolitische Kehrtwende zur Finanzierung von mehr sozialer Sicherheit und notwendigen Investitionen in das Gemeinwesen. „Unser Bündnis wird dafür sorgen, dass sich alle Parteien in diesem Wahlkampf zum Thema Vermögens-, Erbschafts- und Einkommensteuer verhalten müssen. Ein guter Sozialstaat braucht zwingend eine solidarische und nachhaltige Finanzierung. Davon sind wir in Deutschland weit entfernt“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. Mehr


Steuer-Tipps für Eltern behinderter Kinder

Junge mit Behinderung

Eltern von Kindern mit einer Behinderung haben oft hohe finanzielle Belastungen. Dies hat der Gesetzgeber erkannt und räumt ihnen verschiedene Steuervorteile ein. Vom Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (BVKM) gibt es ein Merkblatt, das beim Ausfüllen der Steuerklärung hilft und zahlreiche aktuelle Informationen enthält. Mehr


Gemeinsam. Sozial. Für NRW.

Ausrufezeichen und Schriftzug Gemeinsam. Sozial. Für NRW.

Am 14. Mai 2017 stimmen die Menschen in Nordrhein-Westfalen darüber ab, welche Parteien und Abgeordneten künftig im Landtag vertreten sind. Sie entscheiden somit, in welche politische Richtung es in den kommenden fünf Jahren geht. Unter dem Motto „Gemeinsam. Sozial. Für NRW.“ hat die Freie Wohlfahrtspflege NRW einen Katalog sozialpolitischer Positionen und Forderungen entwickelt, die mit der Politik diskutiert werden sollen. Denn welche Sozialpolitik in NRW gemacht wird, hat nicht nur direkte Auswirkung auf die Wohlfahrtsverbände, sondern auch auf die Unterstützung, die die Menschen in den sozialen Einrichtungen und Diensten bekommen. Mehr


Trauma und Leben im Alter

Seniorin mit jüngerer Frau

Viele der heute alten Menschen haben in ihrem Leben traumatische Erlebnisse gemacht, zum Beispiel durch Krieg, Flucht oder sexualisierte Gewalt. Diese längst vergessen geglaubten oder verdrängten Erfahrungen können im Alter wiederkehren und scheinbar unvermittelt auftauchende Verhaltensauffälligkeiten oder körperliche Leiden auslösen. Oft wird dieser Zusammenhang nicht erkannt und Betroffene, Angehörige aber auch Fachkräfte sind mit der Situation überfordert. Das will die neue Landesfachstelle Trauma und Leben im Alter ändern. Anlaufstellen gibt es in Köln und Bielefeld. Als Träger konnten mit Paula Köln und Wildwasser Bielefeld zwei Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW gewonnen werden. Finanziert wird die Landesfachstelle vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA). Mehr


 

Wir haben nicht nur eine Internetseite sondern auch einen Newsletter. Dieser erscheint 2-3 mal im Jahr und berichtet über unsere Aktivitäten im Kreisgebiet. [Mehr]


 
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