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Der Paritätische im Kreis Mettmann

Aktuelles aus dem Kreis Mettmann


Claudia Haag-Porysiak ist „Die Neue“ im Vorstand des Paritätischen Kreis Mettmann

Mettmann, 25.10.2016 „Es ist so wichtig, dass Menschen, egal wo sie herkommen, in die Gesellschaft integriert werden. Und dafür setze ich mich ein.“ Wenn Claudia Haag-Porysiak das sagt, hört man die Leidenschaft aus jedem ihrer Worte heraus.
Die 39-Jährige ist die Geschäftsführerin des beratungsCentrums Monheim, einem der vielen Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Kreis Mettmann. Und diesen unterstützt sie ab sofort im Vorstand. Haag-Porysiak wurde bei der letzten Mitgliederversammlung des Paritätischen einstimmig ins Amt gewählt.

„Ich freue mich wirklich sehr über die Wahl“, sagt die Mutter einer vierjährigen Tochter. „Es ist wichtig, dass wir mit unseren Mitgliedsorganisationen Hand in Hand arbeiten. Und dass das sehr gut klappt, das weiß ich von meiner Arbeit im Monheimer beratungsCentrum. Mir ist es wichtig, dass wir uns alle vernetzen und gemeinsam für unsere Projekte eintreten“, sagt Claudia Haag-Porysiak. „Gemeinsam erreichen wir viel.“ Die 39-Jährige arbeitet seit dem Jahr 2002 im Monheimer beratungsCentrum. Dass sie ihr Weg in das Centrum führte, war „eher zufällig“, erzählt sie lachend. „Als ich damals ins beratungsCentrum kam, wollte ich eigentlich nur mal "aushelfen". Dann kam aber alles anders als geplant und jetzt bin ich immer noch hier.“
2011 übernahm sie die Geschäftsführung. „Ich habe hier einfach meinen Platz gefunden“, sagt Haag-Porysiak. Gemeinsam mit ihren Kollegen geht es bei der Arbeit im Monheimer beratungsCentrum um die psychologische und soziale Beratung, um die Planung, Förderung und Durchführung von Bildungs- und Beschäftigungsprojekten. Es geht darum, die Menschen vor Ort fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Darum, dass behinderte Menschen und Flüchtlinge Teil unserer Gesellschaft werden.

In den Vorstand des Paritätischen Kreis Mettmann wurde Claudia Haag-Porysiak für vier Jahre gewählt. Zusammen mit Haag-Porysiak besteht der Vorstand des Paritätischen Kreis Mettmann aus: Anne Sprenger, Geschäftsführerin des Verbunds für psychosoziale Dienstleistungen gGmbH in Langenfeld; Bekir Arslan, Vorsitzender von „Hand in Hand e.V.“ in Hilden; Willem Wisselink, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Sozialpsychiatrischen Gesellschaft Niederberg mbH in Velbert; Manfred Krick, MdB; Bodo Seume, Geschäftsführung Freizeitgemeinschaft Behinderte und Nichtbehinderte e.V. Hilden und Knut Bruckmann, Geschäftsführung Bildungszentrum Velbert e.V..


Jugendliche für Schüler: Hildener Projekt „Groß hilft Klein“ geht ins Rennen um bundesweite Auszeichnung.

„Da ist die junge Frau, die jetzt überlegt, ob sie Lehrerin wird.“ Man hört Bekir Arslan die Freude in der Stimme an, wenn er an eine der zahlreichen Betreuer denkt. „Oder der Jugendliche, der erst über Umwege zu uns kam. Er ist auch ein so tolles Beispiel“, erzählt Arslan, „er stieß zu uns, weil sein Bruder Nachhilfe brauchte. Kam dann ein paar Mal selbst und gehört heute zum Betreuer-Team. Er möchte Ingenieur werden.“
  
Bekir Arslan ist Gründungsmitglied und Vorstandvorsitzender des Hildener Vereins „Hand in Hand e.V.“. Der Name des Vereins ist Programm: Engagierte Eltern, Lehrer und Förderer, denen das Wohl unserer Kinder am Herzen liegt, arbeiten Hand in Hand. „Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die positive schulische Bildung, Erziehung und Entwicklung unserer Kinder“, heißt es vom Hildener Verein, einem der zahlreichen Mitgliedsvereine des Paritätischen Kreis Mettmann. Gute Bildung und Erziehung ist der Schlüssel für beruflichen Erfolg und positive gesellschaftliche Teilhabe – für alle Kinder. Dieses Ziel vor Augen, bietet „Hand in Hand e.V.“, verschiedene Projekte an.

„Groß hilft Klein“ ist eines davon. Ein Projekt, welches jüngst ausgezeichnet wurde und das nach dem Erfolg auf lokaler Ebene ins Rennen um die bundesweite Anerkennung geht. Verliehen wird der „HelferHerzen“-Preis von der Drogeriemarktkette „dm“. Mit dem Preis soll das ehrenamtliche Engagement in unserem Land ausgezeichnet werden. Hier bei uns in der Region wurden 145 Vereine, Institutionen und Projekte für „HelferHerzen – Der dm-Preis für Engagement“ vorgeschlagen. Die Jury, bestehend unter anderem aus Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings, schaute sich Projekte an und stimmte dann ab – unter anderem für „Groß hilft Klein“.

Foto (Bekir Arslan) v.l.:
Bekir Arslan, Vorsitzender Hand in Hand e.V. Hilden
Birgit Alkenings, Bürgermeisterin, Stadt Hilden
Kerstin Holzmann, Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Wuppertal e. V.
Ute Feldbrügge, Geschäftsführerin, Der Paritätische im Kreis Mettmann

„Es ist ein so schönes Gefühl“, sagt Bekir Arslan. „Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Für die Auszeichnung auf lokaler Ebene bekommt der Hildener Verein 1.000 Euro. Gewinnt „Groß hilft Klein“ auf Bundesebene gibt es 10.000 Euro. Geld, das der Verein, der auf Spendengelder und Mitgliedsbeiträge angewiesen ist, gut gebrauchen kann. Das Projekt „Groß hilft Klein“ ist für die Kinder und Jugendliche, die dort Nachhilfe bekommen, kostenlos und unverbindlich. Wer mag, der kommt. „Groß hilft Klein“ gibt es seit dem Jahr 2009. Angehende Abiturienten der weiterführenden Schulen in Hilden geben Kindern und Jugendlichen, die aus sozial schwächeren Familien kommen, Nachhilfe. Ehrenamtlich. Drei Mal in der Woche treffen sie sich. Nachmittags lernen sie zwei Stunden gemeinsam, knüpfen soziale Kontakte und haben Spaß. „Die Abiturienten bekommen für ihre ehrenamtliche Arbeit ein Zertifikat“, erklärt Bekir Arslan. „Die Schulen schreiben das ehrenamtliche Engagement der Schüler in ihr Zeugnis.“ Inzwischen sind es 30 bis 40 angehende Abiturienten, die den Kindern regelmäßig Nachhilfe geben.
„Groß hilft Klein“ ist ein Projekt, das Hoffnung gibt. Das es schafft, Grenzen im Kopf abzubauen. Indem Kinder und Jugendliche aus verschiedenen sozialen Schichten aufeinander treffen, Zeit miteinander verbringen und ein gemeinsames Ziel vor Augen haben: Bessere Chancen durch Bildung!


Die neue Broschüre des TSV Hochdahl spricht drei Sprachen

Das Angebot wurde ins Englische und Arabische übersetzt

Kinderlachen ist zu hören. Beim Kickerspielen werden die Teamkollegen angefeuert – und kurz vor einem der gemeinsamen Ausflüge ist die Aufregung zu spüren.

Das Kinder- und Jugendzentrum des TSV Hochdahl 64 e.V. in Erkrath, eines der vielen Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Kreis Mettmann, hat ein breit gefächertes Angebot für Erkraths Kinder und Jugendliche. Das Team um Gabriela Klosa, die Leiterin des Kinder- und Jugendzentrums bietet den Kindern viel: Sie können ihre Freizeit gemeinsam verbringen, es gibt immer wieder verschiedene Projekte und Aktionen, sie bekommen aber auch Hilfe bei den Hausaufgaben und auch bei Fragen stehen die Mitarbeiter den Kindern, Jugendlichen und auch deren Familien mit Rat und Tat zur Seite.
Die vielen Angebote richten sich seit über einem Jahr auch an Kinder, die mit ihren Eltern vor dem Krieg geflohen sind und in Erkrath ein neues zuhause gefunden haben. Damit die Sprache nicht zu einem Problem wird, hat sich der TSV mit seinen Helfern zusammengesetzt.

Mädchen studieren einen Tanz ein

Das Ergebnis: Die aktuelle Broschüre des Erkrather Kinder- und Jugendzentrums lässt sich neben Deutsch auch in Englisch und Arabisch lesen. „Wir haben gemerkt, dass unsere freiwilligen Helfer viel Aufwand betrieben, um sich Texte ins Arabische übersetzen zu lassen, um mit den Kindern und Familien aus dem arabischen Raum ins Gespräch zu kommen“, erinnert sich Gabriela Klosa. Die Idee einer internationalen Broschüre war geboren.

Darin finden Kinder, Jugendliche und ihre Eltern eine Übersicht der Angebote; Kinder erzählen, was sie am Zentrum besonders mögen. Dazu gibt es eine Art Stundenplan: was wird wann an welchem Tag angeboten? „Einer unserer Kollegen ist Arabischlehrer, ein anderer Ehrenamtler kann sehr gut Englisch“, sagt Klosa und fügt hinzu: „Dann waren da aber noch die Kosten. Wir haben uns informiert und sind auf das Förderprogramm „KOMM AN“ des Landes NRW gestoßen.“ Die Idee der Erkrather gefiel, wenig später flatterte der Förderbescheid ins Haus. „Wir haben uns sehr gefreut“, sagt die Erkrather Diplom-Sozialpädagogin Gabriela Klosa. Bisher sind 1.000 Broschüren gedruckt worden. „Sie werden unter anderem in Grundschulen verteilt, aber auch in den Flüchtlingsunterkünften.“

Und erste Rückmeldungen gibt es schon: „Einige Eltern sind bereits auf uns zugekommen und haben sich bedankt. Dadurch, dass es die Broschüre jetzt auch in Englisch und Arabisch gebe, fühlten sie sich Willkommen“, freut sich Klosa. „Das ist ja das, was wir möchten. Türen öffnen.“
  
Neben dem Kinder- und Jugendzentrum des TSV Hochdahl haben noch vier weitere Mitgliedsorganisation des Paritätischen Kreis Mettmann Fördermittel für ihre Ideen und Angebote beantragt – und bewilligt bekommen. Die fünf Einrichtungen haben zusammen 35.000 Euro erhalten. Das BeratungsCentrum e.V. Monheim verwendet die Mittel für zahlreiche Projekte in der Flüchtlingshilfe. Hand in Hand e.V. in Hilden nutzt die hilfreiche Finanzspritze für seine Projektarbeit mit jungen Flüchtlingen, die ohne ihre Eltern zu uns kommen. Der Deutsche Kinderschutzbund e.V. Mettmann setzt die Landesmittel in seiner Hausaufgabenhilfe und die Betreuung von Schulkindern und Flüchtlingen ein, damit sie schnell im Schulsystem Fuß fassen. Das IKZ Mettmann e.V. hat Mittel für das vom Verein durchgeführte Projekt „Nachbarschaft leben, voneinander lernen“ erhalten.


Die Erkrather Ehrenamtsbörse sucht Unterstützung

FußballtrainerIn für Kinderhaus und FahrerIn für die Tafel gesucht!

So unterschiedlich sind die noch freien Stellen der sozialen Träger in Erkrath, die mit ehrenamtlichen Helfern besetzt werden sollen. Momentan sucht das Kinderhaus Sandheide einen fußballbegeisterten Ehrenamtler (m/w) für das Training dienstags und donnerstags mit Kindern von 6 bis 14 Jahren und die Erkrather Tafel sucht noch einen anpackenden Fahrer (m/w), der / die einen halben Tag in der Woche die Geschäfte des Ortes abfährt. Auch weitere Stellen sind zurzeit zu besetzen. Um diese „Vermittlungen“ kümmert sich die Erkrather Ehrenamtsbörse, hier laufen die Anfragen der Träger und die der interessierten Bürgerinnen und Bürger zusammen. Hier erfahren Sie umfassende Beratung rund um das Ehrenamt und über die freien Ehrenamtsstellen in unserem Ort. Hier ist für jeden etwas dabei! Wichtig: vieles kann – nichts muss.

Kontakt:

Erkrather Ehrenamtsbörse, Sedentaler Straße 105 Eingang TSV Jugendzentrum in Hochdahl, Telefon: 0157-37270343, Mail: info@ehrenamtsboerse-erkrath.de
www.ehrenamtsboerse-erkrath.de

Sie kommen nicht aus Erkrath, wollen sich aber gerne in ihrer Heimatstadt engagieren?
Dann klicken Sie hier

http://mettmann.paritaet-nrw.org/content/e385/e1625/


Ein neues Qualitätsmanagementsystem für paritätische Kindertageseinrichtungen

Ein strukturiertes Qualitätsmanagement in Kindertageseinrichtungen bekommt immer mehr Gewicht. In der Konzeption der Einrichtung muss dargelegt werden, in welcher Form ein Qualitätsmanagement umgesetzt wird.
Mit PQ-Sys® KiQ können Kita's diesen Ansprüchen souverän genügen und ihre soziale Arbeit regelmäßig reflektieren!

Sie nehmen mit diesem Angebot des Paritätischen Ihr Qualitätsmanagement selbst in die Hand und können es eigenständig, übersichtlich und einfach durchführen.
Die Paritätische Akademie NRW unterstützt Sie bei dieser Arbeit mit dem neuen System PQ-Sys® KiQ und bietet dazu nun auch erste Schulungen ab dem 20.09.2016 an.

Leitung, Team und Träger sind in das System integriert. Die praxisnahen neun Qualitätsmodule orientieren sich am Alltag der Kita, alle aktuellen gesetzlichen Vorgaben werden berücksichtigt. Das System entlastet das Team darin die eigene Arbeit zu reflektieren, klare Ziele zu definieren, vorhandene Stärken sichtbar zu machen, ungenutzte Ressourcen zu entdecken und dadurch das eigene Profil zu stärken und zu schärfen.

Das Qualitätssystem PQ-Sys® KiQ können Mitgliedsorganisationen des Paritätischen kostenlos im Extranet herunterladen.

Infos zu den Schulungen der Paritätischen Akademie:

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte der Infobroschüre:


Was ist Armut?

Ein Verharren der Armutsquote in Deutschland auf hohem Niveau beklagt der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Armutsbericht, der erstmals in erweiterter Form und unter Mitwirkung weiterer Verbände und Fachorganisationen erscheint.

Während in neun Bundesländern die Armutsquoten 2014 gesunken seien, belegt der Bericht einen Anstieg der Armut in den bevölkerungsreichen Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen. Hauptrisikogruppen seien Alleinerziehende und Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner, deren Armutsquote rasant gestiegen sei und erstmals über dem Durchschnitt liege. Die Herausgeber sehen daher auch keinerlei Anlass zur Entwarnung und fordern von der Bundesregierung einen sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel, um dringend notwendige Maßnahmen zur Armutsbekämpfung auf den Weg zu bringen.

In den zehn Städten des Kreises Mettmann gibt es immer mehr Rentner, die von sogenannter Altersarmut betroffen sind und deshalb die Grundsicherung beantragen müssen. Das Statistische Landesamtes (IT.NRW) hat vor kurzem die neuesten Zahlen vorgelegt. Demnach erhalten 5705 Bürger im Kreis Mettmann Grundsicherung. Davon sind 3792 Menschen bereits über 65 Jahre alt. Bei den übrigen ist es die Erwerbsminderungsrente, die nicht zum Leben ausreicht.

Im öffentlich geförderten Wohnungsbau wird durch aktuelle Zahlen deutlich, dass im Kreis Mettmann bezahlbarer Wohnraum knapp wird. Laut Studie des Prestel-Instituts fehlen im Kreis ca. 8.000 Sozialwohnungen, wenn der Bedarf einigermaßen gedeckt werden soll. Immer mehr Menschen werden aus ihrem Quartier verdrängt, da Wohnraum immer mehr zum Renditeobjekt wird. Die Zahl der Zwangsräumungen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.


Pressemitteilung

Enttäuschender Entwurf zum Bundesteilhabegesetz

Paritätischer kritisiert geplantes Teilhabegesetz

Mettmann, 14.07.2016
Große Hoffnungen waren an das neue Gesetz geknüpft. Erhofft wurde die Wende zum selbstbestimmten Leben. Doch dann machte sich bei den Menschen mit Behinderungen Enttäuschung breit. Es scheint weniger um den Menschen zu gehen, als darum Geld einzusparen, kritisiert der Paritätische Kreis Mettmann.
 
„Banken werden gerettet. Gesetze ermöglichen es, dass Milliarden Euro am Fiskus vorbei geschleust werden. Aber ein moderndes Teilhaberecht, für die Menschen, bringt die Politik nicht zustande?“ Anne Sprenger, die Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Kreis Mettmann kritisiert die geplante Ungerechtigkeit, die sich im Entwurf zum neuen Bundesteilhabegesetz findet. „Der jetzt vorliegende Gesetzesentwurf darf so nicht verabschiedet werden“, sagt Sprenger mit Nachdruck.

Fotolia #10324211 @philidor

Der Paritätische sieht den Entwurf als massiven Verstoß gegen die Vorgaben der UN-Behindertenrechts-
konventionen. Dieses internationale Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sieht vor, dass sie als gleichberechtigte Menschen gesehen werden.

Anne Sprenger nennt ein Beispiel: „Der Paritätische setzt sich dafür ein, dass besonders schwer erkrankte Menschen nicht in geschlossene Pflegeheime verlegt werden. Vielmehr soll es ihnen möglich sein, in ihrer eigenen Wohnung zu leben. Mit allem was dazugehört.
Der Entwurf sieht jetzt aber vor, dass ambulante Hilfen zum Wohnen keinen Vorrang mehr haben sollen. Stattdessen werden die betroffenen Menschen auf die kostengünstigere Variante des Gruppenwohnens verwiesen“.

Das heißt: Die Selbstbestimmungsrechte von Menschen mit Behinderungen werden ab-, und nicht aufgebaut“, kritisiert Sprenger den Entwurf. Er ziele allgemein auf eine Kostenbegrenzung ab.
Das Gesetz soll bis Ende des Jahres im Bundestag verabschiedet werden und dann nach und nach bis zum Jahr 2020 in Kraft treten. Der Paritätische Kreis Mettmann setzt sich dafür ein, dass das neue Bundesteilhabegesetz noch einmal überarbeitet wird.

Auch der Vorsitzende unseres Gesamtverbandes äußert sich zu diesem Thema:


Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr, unser neuer Infoflyer

Der Paritätische im Kreis Mettmann stellt seinen aktualisierten Flyer zum Thema: "Orientierung finden und sich engagieren, Freiwilligendienste beim Paritätischen" vor.

"Soziales Jahr und Freiwilligendienst bieten die Chance zur Orientierung vor Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums", so Ute Feldbrügge, Geschäftsführerin des Paritätischen im Kreis Mettmann.

Freiwilliges Soziales Jahr und Freiwilligendienst zeigen die Möglichkeit, die eigenen persönlichen Fähigkeiten einzubringen und zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und Berufserfahrung in einem sinnstiftenden Aufgabenbereich zu sammeln.

Dabei wird Verantwortung für die Zukunft übernommen, gleichzeitig können die eigenen Kompetenzen erweitert und die Berufsaussichten verbessert werden.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig.
Sowohl im pflegerischen und erzieherischen Bereich als auch im hauswirtschaftlichen/handwerklichen Bereich gibt es Angebote.

Einen Überblick über alle Angebote unserer Mitgliedsorganisationen im Kreis Mettmann und die entsprechenden Ansprechpartner gibt der neue Flyer, der in Kürze an Büchereien, Volkshochschulen und Bürgerbüros versendet wird.

Informationen gibt es auch unter:


Pressemitteilung vom 17.06.2016

Neues Basiskonto für alle

Der Paritätische in Mettmann begrüßt den Anspruch auf ein Girokonto für alle

Ein Leben ohne Girokonto ist eigentlich nicht möglich. Trotzdem wird in Deutschland bis zu einer Million Menschen der Zugang zu einem eigenen Konto verwehrt. Nur weil sie arm und überschuldet sind oder als Flüchtlinge kein gesichertes Aufenthaltsrecht haben. Damit ist nun Schluss: Ab dem 20. Juni gibt es einen allgemeinen Rechtsanspruch auf ein „Basiskonto“. Damit greift die Bundesregierung eine seit vielen Jahren erhobene Forderung der Wohlfahrtsverbände und der Schuldnerberatungsstellen auf.

„Hier geht es um die Würde der einzelnen Menschen“, findet Ute Feldbrügge, Geschäftsführerin. „Seit Jahren fordert der Paritätische gemeinsam mit den anderen Wohlfahrtsverbänden, auch Überschuldeten, oder Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus, den Weg zu einem eigenen Konto frei zu machen.“ Denn ohne ein eigenes Konto fehlt diesen Menschen jegliche Perspektive: Sie können weder eine Arbeit aufnehmen, noch eine Wohnung anmieten. Auch Strom, Wasser, Telefon und Zeitungsabonnements und zahlreiche Kaufverträge und damit viele Alltagsgeschäfte erfordern ein Girokonto.

Das Zahlungskontengesetz schafft einen Rechtsanspruch auf ein Basis-Girokonto für alle, gerade auch für Überschuldete, Geringverdiener/-innen, Wohnungslose, Asylsuchende und auch für bloß „geduldete“ Flüchtlinge, die bislang häufig vom bargeldlosen Zahlungsverkehr ausgeschlossen waren. Das Basiskonto ermöglicht Ein- und Auszahlungen, Lastschriften, Überweisungen und das Bezahlen mit Karte.


Tag der Pflege am 12. Mai 2016

Besuch in der Pflegeeinrichtung Villa Kalstert in Hilden

Auf Einladung des Paritätischen im Kreis Mettmann besuchten Politiker/innen und Pressevertreter/innen die Tageseinrichtung des Verbund für psychosoziale Dienstleistungen gGmbH am Clarenbachweg 2 in Hilden.
Die Einrichtung, die vor drei Jahren eröffnet wurde, bietet bis zu 18 Menschen, die ihren Alltag zuhause nicht mehr komplett alleine meistern können, ein zweites Zuhause für den Tag.
Zehn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kümmern sich an fünf Tagen in der Woche von 8 bis 17 Uhr in angenehmer Atmosphäre um die Gäste.

Träger der Einrichtung ist der Verbund für Psychosoziale Dienstleistungen (VPD), der wiederum Mitglied des Paritätischen in Mettmann ist.
Die 18 Vollzeitplätze der Einrichtung können wechselweise von bis zu 48 Personen genutzt werden, weil nicht jeder täglich die Villa Kalstert besucht. Abhängig von der Höhe der Pflegestufe übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Kosten; die Kosten für Verpflegung und Fahrtkosten sind von den Gästen selbst zu tragen. "Bei voller Belegung kann der VPD die Personal- und Sachkosten decken, allerdings ohne dabei Gewinn zu machen", so Anne Sprenger, Geschäftsführerin des VPD.

Gudrun Haase, die Leiterin der Villa Kalstert betont: "Es geht um den Erhalt und die Wiedererlangung von Fähigkeiten. Wer sich hier etwas zutraut, kann es oft zuhause auch wieder."

Die Sorgen, die sich der Paritätische und der VPD über das geplante "Pflegestärkungsgesetz III" machen, stießen bei den eingeladenen Politikern auf offene Ohren.

Elisabeth Müller-Witt, Jens Geyer (beide MdL) und Elke Thiele, die Vorsitzende des Kreissozialauschusses hörten zu und hakten nach."Schon jetzt fehlen bundesweit 37.000 Pflegekräfte bundesweit und im Übergang von der Pflege in den Palliativbereich sind wir im Kreis Mettmann nicht gut aufgestellt", klagt Anne Sprenger.

Das Team der Villa Kalstert kann sich unter den derzeitigen Rahmenbedingungen fürsorglich um die oft unter Demenz oder Depressionen leidenden Besucher kümmern, dies ist aber gefährdet, wenn die gesetzlichen Vorgaben wie geplant in Berlin zu Ungunsten der Pflegebedürftigen geändert werden.

Mehr Infos zur Villa Kalstert gibt es telefonisch unter 02103/9675630 oder per Email unter tagespflege@vpd-mettmann.de



Den Link zur Einschreibung zum Online-Kurs und die Lernhilfe Deutsch zum Download finden Sie auf der Internetseite des Paritätischen NRW. Hier finden Sie auch Berichte über aktuelle Projekte im Bereich Flüchtlingsarbeit.



Rentenpläne der Großen Koalition halbherzig und inkonsequent

Logo des Paritätischen Gesamtverbandes

Als „halbherzig und inkonsequent“ bewertet der Paritätische Gesamtverband die aktuellen Koalitionsbeschlüsse zur Rentenpolitik. Er kritisiert, dass die vereinbarten Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten lediglich für Neurentner gelten und die Regierung weiterhin an den ungerechten Abschlägen festhalte. Auf Maßnahmen zur Bekämpfung der Altersarmut sowie eine Reform der Altersrenten habe die Koalition gleich ganz verzichtet. Insbesondere mit der geplanten Stärkung der privaten Altersvorsorge sei die Große Koalition rentenpolitisch auf einem Irrweg. Mehr


„Heiß“ – sexualpädagogische Filmreihe über Liebe und Sexualität

Cover der Filmreihe Heiß

Das Erleben von Liebe und Sexualität bei Jugendlichen steht im Mittelpunkt der neuen Filmreihe „Heiß“ des Medienprojekts Wuppertal, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW. Gemeinsam mit Jugendlichen haben Medienpädagoginnen und -pädagogen und Filmemacher/-innen drei Kurzfilme für die Aufklärungs- und Präventionsarbeit produziert. Mehr


Hut ab – Respektvoll zusammenleben

Logo zur Woche des Respekts

Die NRW-Landesregierung ruft erstmalig vom 14. bis 18. November die „Woche des Respekts“ aus. Unter dem Hashtag #Hutab soll ein Zeichen gesetzt werden gegen Hass und Gewalt und für ein friedliches Zusammenleben. Neben dem Paritätischen NRW haben sich auch zahlreiche Mitgliedsorganisationen mit Aktionen beteiligt. Mehr


Weihnachtskarten schreiben und etwas Gutes tun

Wohlfahrtsmarke mit weihnachtlichem Motiv

Weihnachtsgrüße nicht per E-Mail oder Whatsapp-Nachricht zu verschicken hat gleich zwei Vorteile: Man macht dem Adressaten mit einer Karte im Briefkasten viel Freude und kann gleichzeitig Gutes tun. Ab sofort sind die diesjährigen Wohlfahrtsmarken mit weihnachtlichem Motiv und einem Zusatzbeitrag von 30 Cent zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege erhältlich. Das diesjährige Motiv zeigt mit den Hirten auf dem Feld ein zentrales Motiv aus der Weihnachtsgeschichte. Mehr


 

Wir haben nicht nur eine Internetseite sondern auch einen Newsletter. Dieser erscheint 2-3 mal im Jahr und berichtet über unsere Aktivitäten im Kreisgebiet. [Mehr]


 
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