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Der Paritätische im Kreis Mettmann

Aktuelles aus dem Kreis Mettmann


Was ist Armut?

Ein Verharren der Armutsquote in Deutschland auf hohem Niveau beklagt der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Armutsbericht, der erstmals in erweiterter Form und unter Mitwirkung weiterer Verbände und Fachorganisationen erscheint.

Während in neun Bundesländern die Armutsquoten 2014 gesunken seien, belegt der Bericht einen Anstieg der Armut in den bevölkerungsreichen Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen. Hauptrisikogruppen seien Alleinerziehende und Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner, deren Armutsquote rasant gestiegen sei und erstmals über dem Durchschnitt liege. Die Herausgeber sehen daher auch keinerlei Anlass zur Entwarnung und fordern von der Bundesregierung einen sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel, um dringend notwendige Maßnahmen zur Armutsbekämpfung auf den Weg zu bringen.

In den zehn Städten des Kreises Mettmann gibt es immer mehr Rentner, die von sogenannter Altersarmut betroffen sind und deshalb die Grundsicherung beantragen müssen. Das Statistische Landesamtes (IT.NRW) hat vor kurzem die neuesten Zahlen vorgelegt. Demnach erhalten 5705 Bürger im Kreis Mettmann Grundsicherung. Davon sind 3792 Menschen bereits über 65 Jahre alt. Bei den übrigen ist es die Erwerbsminderungsrente, die nicht zum Leben ausreicht.

Im öffentlich geförderten Wohnungsbau wird durch aktuelle Zahlen deutlich, dass im Kreis Mettmann bezahlbarer Wohnraum knapp wird. Laut Studie des Prestel-Instituts fehlen im Kreis ca. 8.000 Sozialwohnungen, wenn der Bedarf einigermaßen gedeckt werden soll. Immer mehr Menschen werden aus ihrem Quartier verdrängt, da Wohnraum immer mehr zum Renditeobjekt wird. Die Zahl der Zwangsräumungen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Vielfach bleiben mittlerweile auch kommunale und öffentliche Angebote für Arme in der Gesellschaft versperrt, da sich das Angebot verteuert oder Sparmaßnahmen zum Opfer fällt.


Pressemitteilung

Enttäuschender Entwurf zum Bundesteilhabegesetz

Paritätischer kritisiert geplantes Teilhabegesetz

Mettmann, 14.07.2016
Große Hoffnungen waren an das neue Gesetz geknüpft. Erhofft wurde die Wende zum selbstbestimmten Leben. Doch dann machte sich bei den Menschen mit Behinderungen Enttäuschung breit. Es scheint weniger um den Menschen zu gehen, als darum Geld einzusparen, kritisiert der Paritätische Kreis Mettmann.
 
„Banken werden gerettet. Gesetze ermöglichen es, dass Milliarden Euro am Fiskus vorbei geschleust werden. Aber ein moderndes Teilhaberecht, für die Menschen, bringt die Politik nicht zustande?“ Anne Sprenger, die Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Kreis Mettmann kritisiert die geplante Ungerechtigkeit, die sich im Entwurf zum neuen Bundesteilhabegesetz findet. „Der jetzt vorliegende Gesetzesentwurf darf so nicht verabschiedet werden“, sagt Sprenger mit Nachdruck.

Fotolia #10324211 @philidor

Der Paritätische sieht den Entwurf als massiven Verstoß gegen die Vorgaben der UN-Behindertenrechts-
konventionen. Dieses internationale Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sieht vor, dass sie als gleichberechtigte Menschen gesehen werden.

Anne Sprenger nennt ein Beispiel: „Der Paritätische setzt sich dafür ein, dass besonders schwer erkrankte Menschen nicht in geschlossene Pflegeheime verlegt werden. Vielmehr soll es ihnen möglich sein, in ihrer eigenen Wohnung zu leben. Mit allem was dazugehört.
Der Entwurf sieht jetzt aber vor, dass ambulante Hilfen zum Wohnen keinen Vorrang mehr haben sollen. Stattdessen werden die betroffenen Menschen auf die kostengünstigere Variante des Gruppenwohnens verwiesen“.

Das heißt: Die Selbstbestimmungsrechte von Menschen mit Behinderungen werden ab-, und nicht aufgebaut“, kritisiert Sprenger den Entwurf. Er ziele allgemein auf eine Kostenbegrenzung ab.
Das Gesetz soll bis Ende des Jahres im Bundestag verabschiedet werden und dann nach und nach bis zum Jahr 2020 in Kraft treten. Der Paritätische Kreis Mettmann setzt sich dafür ein, dass das neue Bundesteilhabegesetz noch einmal überarbeitet wird.


Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr, unser neuer Infoflyer

Der Paritätische im Kreis Mettmann stellt seinen aktualisierten Flyer zum Thema: "Orientierung finden und sich engagieren, Freiwilligendienste beim Paritätischen" vor.

"Soziales Jahr und Freiwilligendienst bieten die Chance zur Orientierung vor Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums", so Ute Feldbrügge, Geschäftsführerin des Paritätischen im Kreis Mettmann.

Freiwilliges Soziales Jahr und Freiwilligendienst zeigen die Möglichkeit, die eigenen persönlichen Fähigkeiten einzubringen und zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und Berufserfahrung in einem sinnstiftenden Aufgabenbereich zu sammeln.

Dabei wird Verantwortung für die Zukunft übernommen, gleichzeitig können die eigenen Kompetenzen erweitert und die Berufsaussichten verbessert werden.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig.
Sowohl im pflegerischen und erzieherischen Bereich als auch im hauswirtschaftlichen/handwerklichen Bereich gibt es Angebote.

Einen Überblick über alle Angebote unserer Mitgliedsorganisationen im Kreis Mettmann und die entsprechenden Ansprechpartner gibt der neue Flyer, der in Kürze an Büchereien, Volkshochschulen und Bürgerbüros versendet wird.

Informationen gibt es auch unter:


Pressemitteilung vom 17.06.2016

Neues Basiskonto für alle

Der Paritätische in Mettmann begrüßt den Anspruch auf ein Girokonto für alle

Ein Leben ohne Girokonto ist eigentlich nicht möglich. Trotzdem wird in Deutschland bis zu einer Million Menschen der Zugang zu einem eigenen Konto verwehrt. Nur weil sie arm und überschuldet sind oder als Flüchtlinge kein gesichertes Aufenthaltsrecht haben. Damit ist nun Schluss: Ab dem 20. Juni gibt es einen allgemeinen Rechtsanspruch auf ein „Basiskonto“. Damit greift die Bundesregierung eine seit vielen Jahren erhobene Forderung der Wohlfahrtsverbände und der Schuldnerberatungsstellen auf.

„Hier geht es um die Würde der einzelnen Menschen“, findet Ute Feldbrügge, Geschäftsführerin. „Seit Jahren fordert der Paritätische gemeinsam mit den anderen Wohlfahrtsverbänden, auch Überschuldeten, oder Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus, den Weg zu einem eigenen Konto frei zu machen.“ Denn ohne ein eigenes Konto fehlt diesen Menschen jegliche Perspektive: Sie können weder eine Arbeit aufnehmen, noch eine Wohnung anmieten. Auch Strom, Wasser, Telefon und Zeitungsabonnements und zahlreiche Kaufverträge und damit viele Alltagsgeschäfte erfordern ein Girokonto.

Das Zahlungskontengesetz schafft einen Rechtsanspruch auf ein Basis-Girokonto für alle, gerade auch für Überschuldete, Geringverdiener/-innen, Wohnungslose, Asylsuchende und auch für bloß „geduldete“ Flüchtlinge, die bislang häufig vom bargeldlosen Zahlungsverkehr ausgeschlossen waren. Das Basiskonto ermöglicht Ein- und Auszahlungen, Lastschriften, Überweisungen und das Bezahlen mit Karte.


Tag der Pflege am 12. Mai 2016

Besuch in der Pflegeeinrichtung Villa Kalstert in Hilden

Auf Einladung des Paritätischen im Kreis Mettmann besuchten Politiker/innen und Pressevertreter/innen die Tageseinrichtung des Verbund für psychosoziale Dienstleistungen gGmbH am Clarenbachweg 2 in Hilden.
Die Einrichtung, die vor drei Jahren eröffnet wurde, bietet bis zu 18 Menschen, die ihren Alltag zuhause nicht mehr komplett alleine meistern können, ein zweites Zuhause für den Tag.
Zehn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kümmern sich an fünf Tagen in der Woche von 8 bis 17 Uhr in angenehmer Atmosphäre um die Gäste.

Träger der Einrichtung ist der Verbund für Psychosoziale Dienstleistungen (VPD), der wiederum Mitglied des Paritätischen in Mettmann ist.
Die 18 Vollzeitplätze der Einrichtung können wechselweise von bis zu 48 Personen genutzt werden, weil nicht jeder täglich die Villa Kalstert besucht. Abhängig von der Höhe der Pflegestufe übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Kosten; die Kosten für Verpflegung und Fahrtkosten sind von den Gästen selbst zu tragen. "Bei voller Belegung kann der VPD die Personal- und Sachkosten decken, allerdings ohne dabei Gewinn zu machen", so Anne Sprenger, Geschäftsführerin des VPD.

Gudrun Haase, die Leiterin der Villa Kalstert betont: "Es geht um den Erhalt und die Wiedererlangung von Fähigkeiten. Wer sich hier etwas zutraut, kann es oft zuhause auch wieder."

Die Sorgen, die sich der Paritätische und der VPD über das geplante "Pflegestärkungsgesetz III" machen, stießen bei den eingeladenen Politikern auf offene Ohren.

Elisabeth Müller-Witt, Jens Geyer (beide MdL) und Elke Thiele, die Vorsitzende des Kreissozialauschusses hörten zu und hakten nach."Schon jetzt fehlen bundesweit 37.000 Pflegekräfte bundesweit und im Übergang von der Pflege in den Palliativbereich sind wir im Kreis Mettmann nicht gut aufgestellt", klagt Anne Sprenger.

Das Team der Villa Kalstert kann sich unter den derzeitigen Rahmenbedingungen fürsorglich um die oft unter Demenz oder Depressionen leidenden Besucher kümmern, dies ist aber gefährdet, wenn die gesetzlichen Vorgaben wie geplant in Berlin zu Ungunsten der Pflegebedürftigen geändert werden.

Mehr Infos zur Villa Kalstert gibt es telefonisch unter 02103/9675630 oder per Email unter tagespflege@vpd-mettmann.de


Schon mal an Ehrenamt gedacht?

Sie wohnen in Erkrath und haben Freude am Kontakt mit anderen Menschen? Kinder liegen Ihnen am Herzen, oder ältere Menschen?
Sie sind sozial, sportlich oder politisch interessiert? Ihre Stärken liegen eher in der Verwaltung oder Sie haben andere Fähigkeiten und Kenntnisse, die Sie weitergeben oder nutzen möchten? Vielleicht haben Sie auch schon überlegt, sich ehrenamtlich zu betätigen.
Die Erkrather Ehrenamtsbörse ist zentrale Anlaufstelle für alle, die ein Ehrenamt anbieten oder ausüben möchten. Verschiedene Meldungen über offene Ehrenamtsstellen fließen hier zusammen. Die Ehrenamtsbörse strukturiert diese Angebote und begleitet Bürger/-innen und Träger.

Weitere Informationen und die Mailadresse finden Sie unter

Im Kreisgebiet existieren einige Freiwiligenagenturen:
Konkret in den Städten Erkrath, Mettmann, Velbert, Ratingen, Heiligenhaus, Hilden, Langenfeld und Wülfrath.
Die Links finden Sie hier: Ehrenamtsbörsen im Kreisgebiet


Den Link zur Einschreibung zum Online-Kurs und die Lernhilfe Deutsch zum Download finden Sie auf der Internetseite des Paritätischen NRW. Hier finden Sie auch Berichte über aktuelle Projekte im Bereich Flüchtlingsarbeit.




Jetzt handeln!

Logo Aidshilfe NRW

Anlässlich des Gedenktages für verstorbene Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher am 21. Juli macht sich die Aidshilfe NRW, Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW, für ein grundlegendes Umdenken in der Drogenpolitik stark. Die schließt sich den Forderungen aus dem Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2016 an. In diesem geht es um eine zeitgemäße sowie wissenschaftlich fundierte Drogenpolitik. Unter anderem schlägt der Bericht eine wirksame Regulierung anstelle von pauschalen Verboten vor. Mehr


Paritätischer Gesamtverband fordert Reform der Pflegeausbildung

Logo des Paritätischen Gesamtverbandes

Als erfreulich bewertet der Paritätische Gesamtverband den Anstieg der Auszubildenden in Pflegeberufen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sei die Zahl der Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger in Pflegeberufen seit 2004 um 41 Prozent gestiegen. Zugleich mahnt der Verband weitere Anstrengungen an, insbesondere den Altenpflegeberuf attraktiv weiter zu entwickeln. Konkret fordert er die konstruktive Behandlung des Pflegeberufsgesetzes im Deutschen Bundestag sowie eine bessere Refinanzierung der Pflege durch die öffentlichen Kassen. Mehr


Menschen stärken Menschen

Logo Menschen stärken Menschen

Wer Flüchtlingen das Ankommen erleichtern möchte, kann sich für eine Patenschaft bewerben: Das Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ ist gestartet. Wie genau so eine Patenschaft aussehen kann, entscheiden die Beteiligten individuell: Die einen brauchen Hilfe bei der Suche nach einer Kita, andere wollen die Einkaufsmöglichkeiten in der direkten Umgebung kennenlernen oder einfach in der Freizeit gemeinsam etwas unternehmen. Bei der Bildung der Patenschaften helfen insgesamt 14 Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW an elf Standorten. Mehr


Bundesteilhabegesetz – So nicht!

Banner der Protestaktion

Seit Jahren warten behinderte Menschen in Deutschland auf eine Reform der Eingliederungshilfe. Der vorliegende Gesetzesentwurf zum Bundesteilhabegesetz bleibt jedoch weit hinter ihren Erwartungen zurück. Eine Postkartenaktion des Paritätischen Gesamtverbandes unter dem Motto „So nicht!“ soll Menschen mit Behinderung, Mitarbeiter/-innen in Angeboten und Diensten sowie allen Interessierten die Möglichkeit geben ihren Protest zum Ausdruck zu bringen. Außerdem hat der Paritätische NRW gemeinsam mit anderen Verbänden sechs Kernforderungen an das neue Gesetz formuliert. Mehr


 

Wir haben nicht nur eine Internetseite sondern auch einen Newsletter. Dieser erscheint 2-3 mal im Jahr und berichtet über unsere Aktivitäten im Kreisgebiet. [Mehr]


 
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