Mit prominenter Unterstützung hat das Bündnis Umfairteilen einen Appell gestartet, an dem sich bislang 45 Künstlerinnen und Künstler sowie über 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligen. Den Text des Aufrufs, die gesamte Liste der prominenten Unterstützer/-innen, Blanko-Unterschriftenlisten und die Möglichkeit, selbst zu unterschreiben finden Sie hier auf der Internetseite des Bündnisses.
Aktionstag am 13. April 2013
Am 13. April ist es wieder soweit: Im Rahmen eines dezentralen Aktionstages soll in möglichst vielen Städten in ganz Deutschland mit verschiedenen großen und kleinen Aktionen ein buntes und sichtbares Zeichen für Umfairteilen gesetzt werden.
Umfairtelen nennt sich das Bündnis das für eine gerechtere Vermögensverteilung in unserem Land eintritt und fordert:
Leere öffentliche Kassen treffen uns alle
Immer mehr Schulen und Universitäten sind in marodem Zustand. Bibliotheken und Schwimmbäder schließen. In der Alten- und Krankenpflege herrscht entwürdigender Spardruck. Die Zahl der Kitaplätze ist weiter viel zu gering und notwendige Investitionen in Energiewende und Nahverkehr bleiben aus. - Die Finanznot der öffentlichen Haushalte trifft uns alle.
Seit Jahren werden die öffentlichen Kassen ausgetrocknet. Erst durch üppige Steuergeschenke an Reiche und Konzerne, zuletzt durch riesige Rettungspakete für Banken und gegen die andauernde Finanzkrise. Dabei ist eigentlich mehr als genug Geld da: Der öffentlichen Armut in Deutschland steht ein Privatvermögen von über acht Billionen Euro gegenüber. Allein die privaten Vermögen der reichsten zwei Prozent sind so hoch wie alle öffentlichen Schulden in Deutschland zusammen.
Demokratie und sozialer Zusammenhalt sind bedroht
So aber wird die Situation immer bedrohlicher: Für die Folgen der Finanzkrise sollen in ganz Europa die Menschen mit Lohn- und Sozialkürzungen bezahlen. Die Spekulanten an den Finanzmärkten hingegen lässt man gewähren. Ungeniert treiben sie ganze Staaten mit ihren Wucherzinsen immer weiter in die Schuldenfalle. Auf der Strecke bleibt die Demokratie, wenn nur noch der Rotstift regiert und es für die Politik fast nichts mehr zu gestalten gibt.
Zugleich wächst in Deutschland die Kluft zwischen Arm und Reich rasant. Jedes siebte Kind ist mittlerweile von Armut betroffen. Hunderttausende Menschen werden mit Niedrig- und Armutslöhnen abgespeist. Und für immer mehr Menschen reicht die Rente für ein Alter in Würde nicht mehr aus. Der soziale Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist ernsthaft bedroht. Wohin das führen kann, zeigen die USA: Vorstadtviertel im Elend, eine hohe Kriminalitätsrate und Reichenviertel hinter Stacheldraht und Alarmanlagen.
Geld ist genug da – umfairteilen!
In dieser Situation gibt es nur einen seriösen Ausweg: Das wachsende Privatvermögen der Reichen und Superreichen muss endlich wieder besteuert werden. Sie müssen dringend zur Finanzierung der notwendigen öffentlichen Ausgaben und zum Abbau der Staatsverschuldung herangezogen werden.
Dazu fordern wir:
"Der Millionär hat's schwer: Reiche, zur Kasse bitte!": In Sandra Maischberger's Sendung am 21.August 2012 ging es um "Um-fair-teilung". Mit dabei u.a. Ulrich Schneider vom Paritätischen Gesamtverband.
Mehr als 40.000 Menschen demonstrieren bundesweit für mehr Gerechtigkeit und die Zukunft des Sozialstaats
Als vollen Erfolg werten die Initiatoren den Aktionstag am Samstag, 29. September 2012, an dem bundesweit in mehr als 40 Städten insgesamt 40.000 Menschen für eine stärkere Besteuerung von Reichtum und gegen soziale Ungleichheit und Sozialabbau auf die Straßen gingen: allein 6000 in Bochum und 4000 in Köln.
Als einen „echten Durchbruch in der Gerechtigkeitsdebatte“ bezeichnete Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes den Aktionstag: „Die überwältigende Resonanz auf unseren Aufschlag zeigt, dass die Sorge um die Zukunft unseres Sozialstaats und die Einsicht in die Notwendigkeit einer wieder gerechten und solidarischen Steuerpolitik endlich in der Mitte der Bevölkerung angekommen sind. Mit dem heutigen Tage steht fest, dass die Verteilungspolitik in Deutschland im Wahlkampf 2013 ein zentrales Thema sein wird.“
Jutta Sundermann vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac bilanzierte: „In ganz Europa erleben wir derzeit eine brutale Kürzungspolitik, die zu gravierenden sozialen Verwerfungen führt und den gesellschaftlichen Frieden ernsthaft gefährdet. Diese wachsende soziale Ungerechtigkeit brennt den Menschen auf den Nägeln. Deshalb sind heute Zehntausende auf die Straßen gegangen und haben Druck gemacht für echte Umverteilung. Wir müssen endlich die Reichen und Superreichen in die Pflicht nehmen."
Rede Dr. Ulrich Schneider am 29.09.2012 umfairteilen Köln Heumarkt
Auf Bundesebene haben sich viele Organisationen, darunter der Paritätische Gesamtverband, der Kinderschutzbund, die Arbeiterwohlfahrt, der VdK und viele mehr zusammengeschlossen. Gemeinsam machen diese darauf aufmerksam, dass die Auswirkungen von Schuldenbremse und Fiskalpakt nicht zu Lasten der sozialen Infrastruktur in Deutschland gehen dürfen.
Eine ausführliche Darstellung und Inhalte des Bündnisses finden Sie auch auf dieser Seite unserer Kreisgeschäftsstelle in Mettmann.
Und hier gibt es noch mehr Informationen: