Vorstand

Die hauptberufliche Geschäftsführung des Paritätischen im Kreis Mettmann wird ehrenamtlich durch den Vorstand begleitet und unterstützt. Der Vorstand wird im Rahmen der Mitgliederkonferenz von den Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedsorganisationen des Paritätischen im Kreis Mettmann gewählt.

Die Mitglieder des Vorstands:

 

  • Anne Sprenger, 3-er Team Vorsitz
  • Marion Kremerius, 3-er Team Vorsitz
  • Bodo Seume, 3-er Team Vorsitz
  • Karin Wichmann
  • Sami Celik
  • Manfred Krick

Anne Sprenger

 

Warum engagiere ich mich für den Paritätischen Wohlfahrtsverband?

Sozial- und gesundheitspolitische Fragestellungen haben mein berufliches Leben bestimmt.

 

Eine soziale und gerechtere Gesellschaft können wir nur gestalten, wenn wir sie von den „Schwächsten“ ausgehend betrachten und ihre Bedürfnisse und Bedarfe als Leitmotive unseres Handelns begreifen. Die UN-Behindertenrechtskonvention, gültiges Gesetz seit 2009 auch in Deutschland, formuliert dies auf anschauliche Weise. Letztlich werden nur so die Rechte aller Menschen gestärkt und verbessert.

 

Wir brauchen einen starken Verband, der die Ansprüche der von Armut, Ausgrenzung und Behinderung bedrohten Menschen immer wieder in die öffentliche Debatte einbringt und mit ihnen gemeinsam für eine Verbesserung ihrer Lebensgrundlagen und ihrer Versorgungsstrukturen einsteht.

 

Der Paritätische mischt sich mit diesen Themen laut und wahrnehmbar in den öffentlichen Diskurs ein und sorgt für eine lebendige Auseinandersetzung.

 

Nur gemeinsam sind wir stark ! 

 

Welche Schwerpunkte bringe ich ein und welchen Sachstand/Kenntnisse bringe ich mit?

Ich habe viele Jahre in der gemeindenahen Psychiatrie gearbeitet und mein aktives Berufsleben 2020 mit dem Eintritt in die Rente stark reduziert. Da mich das Thema noch immer sehr interessiert, bin ich für ein bundesweites gemeindepsychiatrisches Forschungsprojekt und bei der Gesellschaft für psychische Gesundheit NRW weiter in einem kleinen Rahmen tätig. 

 

Die Weiterentwicklung außerstationärer und umfassender Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen hat mich seit meiner Tätigkeit in einer großen psychiatrischen „Anstalt“ in den 70er Jahren nicht mehr los gelassen.

 

Ambulante Behandlung und psychosoziale Therapie im häuslichen Umfeld zu erbringen und den betroffenen Menschen und ihren Angehörigen auch in Krisensituationen jederzeit zur Seite zu stehen ist ein Ideal, das wir bis heute nicht vollständig umsetzen konnten.

 

Vor diesem Hintergrund habe ich mich immer auch mit der Schaffung stabiler sozialer Empfangsräume beschäftigt und mich dafür eingesetzt, dass Arbeitgeber, Vermieter, Nachbarn, Behörden, Vereine, Volkshochschulen und kulturelle Einrichtungen Zugänge für Menschen mit psychischen Behinderungen schaffen und erleichtern.  

Marion Kremerius

Warum engagiere ich mich für den Paritätischen Wohlfahrtsverband?

Ich engagiere mich für den Paritätischen Wohlfahrtsverband, weil es mir in meinem gesamten beruflichen Leben wichtig war, mein Umfeld sozialer zu gestalten. Vor einigen Jahren gab es eine Kampagne des Paritätischen Kreisgruppe Mettmann, wo wir auf Plakaten festgestellt haben: „Helfen verbindet“ und das ist auch mein Ansporn beim Paritätischen mitzuwirken. Kräfte bündeln und dadurch viel erreichen.

 

Welche Schwerpunkte bringe ich ein und welchen Sachstand/Kenntnisse bringe ich mit?


Ich bringe unterschiedlichste berufliche Erfahrungen in unterschiedlichsten Tätigkeiten mit. Nach 20jähriger Tätigkeit als Programmiererin und Statistikerin in einem landesführenden Rechenzentrum, darunter auch langjährige Tätigkeiten am Landesarbeits- und Sozialgericht als ehrenamtliche Richterin, und  im Personalrat,  habe ich noch einmal ein Studium  absolviert.

Danach habe ich viele Jahre als psychologische Beraterin bei einem großen Verein für chronisch kranke Menschen gearbeitet. Während dieser Zeit habe ich u.a. einige Gruppen und Selbsthilfegruppen aufgebaut und unterstützt.

 

Mittlerweile bin ich sachkundige Bürgerin im Kultur- und Sozialausschuss und weiterhin ehrenamtliche Richterin beim Sozialgericht. Mein Lebenslauf beinhaltet weitere Stationen, alle haben aber eines gemein: den Einsatz für Menschen mit Beeinträchtigung, körperlich, geistig oder sozial, die Unterstützung benötigen.

Bodo Seume

Warum engagiere ich mich (weiterhin) für den Paritätischen Wohlfahrtsverband?


Weil mich die Vielfalt beim Paritätischen Wohlfahrtsverband fasziniert und die Palette der unterschiedlichen Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten sehr hoch ist. Das finde ich sehr motivierend und spiegelt, meiner Meinung nach, die Lebendigkeit des Verbands wieder.

 

Welche Schwerpunkte bringe ich ein und welchen Sachstand/Kenntnisse bringe ich mit?


Mein Schwerpunkt ist die Inklusion und Angebote für Menschen mit Behinderungen. Wir haben drei inklusiv arbeitende Kitas und eine offene Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung, den Abenteuerspielplatz, die ebenfalls einen inklusiven Ansatz praktiziert.

Ich bringe die Kompetenz mit, Bedarfe zu erfassen, die für unsere Arbeit wichtig sind. Außerdem möchte ich Menschen zusammenzubringen, die dabei helfen können, in der Praxis die jeweiligen Bedarfe umzusetzen.


Sami Celik

Warum engagiere ich mich für den Paritätischen Wohlfahrtsverband?


Ich war bis 2000 Lehrer an der Gesamtschule Ratingen und an einem Tag hat sich mit einer Erkrankung mein Leben total verändert. Bis dahin war ich nicht bei Organisationen engagiert. Danach merkte ich, wie wichtig manche Dinge in unserem Leben sind.

Mich interessierte vor und nach meiner Erkrankung die Themen: "Migration/Integration" und dann "Gesundheitsselbsthilfe/Inklusion".

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat eine große Palette an Aufgaben; nachdem ich von der Bedeutung und den Aufgabenbereichen des Paritätischen erfahren habe, ist bei mir ein Interesse entstanden: Warum versucht man nur, sich selbst zu helfen? Man kann auch anderen Menschen helfen.


Welche Schwerpunkte bringe ich ein und welchen Sachstand/Kenntnisse bringe ich mit?

Nach meiner körperlichen Behinderung habe ich die Selbsthilfegruppe für Migrant*innen in Ratingen unter dem TEV-Ratingen e. V. gegründet. Durch zahlreiche Vorträge und Veranstaltungen erfuhr ich die vielfältigen Probleme der Migrant*innen und fokussierte mich besonders auf Integration, Migration und Inklusion. Migrant*innen mit Handicap haben doppelt so viele Schwierigkeiten.

Gesundheit steht über allem und dabei spielt die Zweisprachigkeit eine große Rolle. In unserem Kreis leben viele Migrant*innen / Geflüchtete, die gleiche Belange und Probleme haben. Als Betroffener und Erzieher schätze ich die Arbeit dieser Organisation und möchte alle meine Erfahrungen einbringen.

Mein Motto: "Jeder Mensch ist anders- egal ob mit und ohne Behinderung"

Karin Wichmann

Warum engagiere ich mich für den Paritätischen Wohlfahrtsverband?

 

Der Paritätische steht für Offenheit, Toleranz und Vielfalt. Er bietet mir ein hervorragendes Forum, meinen „Blick über den Tellerrand“ zu schärfen und immer wieder neu zu überprüfen. Hier finde ich ein Portfolio an sozial relevanten Themen, die mich einladen, weiterzudenken und die wiederum mir die Möglichkeit geben, andere zum Weiterdenken einzuladen und zu inspirieren. Mein Ziel ist es organisationsübergreifend voneinander zu lernen, Verbündete zu finden, um miteinander gemeinwohlfördernd wirksam zu sein und noch wirksamer zu werden… und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.  

 

Welche Schwerpunkte bringe ich ein und welchen Sachstand/Kenntnisse bringe ich mit?

 

Seit 20 Jahren setze ich mich beruflich für die Belange von Menschen mit einer psychischen Erkrankung/Behinderung ein. Hierzu gehören immer wieder besondere Projekte für spezielle Zielgruppen wie z.B. junge Erwachsene in psychischen Problemlagen, Kinder psychisch erkrankter Eltern(teile) oder Menschen mit einer psychischen Erkrankung, die sich (wieder) dem Arbeitsmarkt zuwenden wollen. Als Geschäftsführerin eines sozialpsychiatrischen Zentrums ist es mir nicht nur ein besonderes Anliegen, Menschen mit einer psychischen Erkrankung/Behinderung auf dem Weg zur sozialen und beruflichen Teilhabe in Würde und ihren individuellen Wünschen und Bedarfen entsprechend zu begleiten, sondern auch, dass meine Kolleg*innen, die mit und für die psychisch erkrankten Menschen arbeiten, auch Arbeitsbedingungen vorfinden, in denen sie in Würde arbeiten und wirksam sein können und wollen.  Arbeit soll alle Menschen – egal ob mit oder ohne Behinderung - stärken und nicht schwächen!